Wachtelarten

Wachtelarten

Falls Du an Wachteln interessiert bist, musst Du beachten, dass eine Wachtel nicht nur eine Wachtel ist. Es gibt von ihr nämlich viele verschiedene Unterarten, wie zum Beispiel die Celadon Wachtel, Japanische Legewachtel, Virginia Baumwachtel, Zwergwachtel und Mastwachtel.

Mini-Steckbrief:

Name: Wachtel
Lateinischer Name: Coturnix Coturnix
Ordnung: Hühnervögel
Familie: Fasenartige
Gattung: Erdwachtel
Nahrung: Grundfutter reich an Natrium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Lysin, Methionin, Rohproteine, Rohöle und Rohfette, Vogelmiere, Kamille, Schafgarbe, Spitzwegerich, Löwenzahn,
Brennnesseln, Klee, Äpfel, Bananen, Gurken, Beeren, Birnen,
Möhren, Zucchini

Mittlerweile gibt es schon viele Privatpersonen, die Wachteln züchten, um entweder deren Fleisch oder deren Eier zu essen, die mindestens das dreifache kleiner sind als gewöhnliche Hühnereier. Allgemein sind Wachteleier gesünder als Hühnereier, weil sie weniger Cholesterin beinhalten und sogar eine heilende Wirkung auf den menschlichen Körper haben. Die Mini-Hühner haben ein sehr feines Fleisch mit viel Aroma, das in der heutigen Zeit als Delikatesse gilt. Dadurch, dass das Fleisch zusätzlich noch fettarm ist, ist es sogar gleichzeitig äußerst gesund. Der Geschmack des Fleischs erinnern an Wild. Ansonsten ist die Wachtel starengroß, lebt versteckt und ist auf verschiedenen Kontinenten wie Europa, Asien und Afrika zu finden.

Oben im Steckbrief wurde schon erwähnt, wie das Grundfutter aufgebaut sein muss. Wenn die Wachteln zu wenig Proteine bekommen, wirkt sich das auf die Eierlegung aus. Die Eier werden klein und weniger. Außerdem wird das Wachstum gehemmt und das wiederum sorgt dafür, dass Knochen, Muskeln und Organe mit der Zeit Schaden nehmen. Bei zu viel Protein kann es zur Legenot kommen, die oft tödlich für Vögel enden. Zudem verfetten die Wachteln und erleiden am Ende einen Nierenschaden. Deshalb musst Du hier bei der Proteingabe die Waage halten.

Die Celadon Wachtel:

Bei einer Celadon Wachtel handelt es sich um eine japanische Legewachtel. Sie ist vor allem aufgrund ihrer seladongrünen Eier beliebt. Sie trägt ein Celadon-Gen in sich,. Dieses Gen färbt die Eier am Ende türkis, dunkel- oder hellblau. Dieses Gen ist rezessiv, sodass nur reinerbige Tiere miteinander verpaart werden können. Diese Wachtelart ist sehr teuer und kam gegen 2017 nach Deutschland. Dadurch, dass der Genpool in Deutschland relativ klein ist, kann es oft zu Inzucht kommen, was in jedem fall vermieden werden sollte. Die Celadon Wachteln sind agil und klein und somit viel schlanker als die herkömmlichen Legewachteln. Ein Celadon Ei kann bis zu 1,80 Euro kosten.

Japanische Legewachtel:

Die japanische Legewachtel ist die beliebteste Wachtelart weit und breit. Viele züchten sie als Nutztier oder Ziervogel. Sie ist größer und schwerer im Vergleich zu anderen Wachteln. Bereits vor 700 Jahren wurde sie als Nutztier in Japan eingesetzt. Jährlich kann sie bis zu 330 Eier legen. Außerdem können sie auch wunderbar verzehrt werden, weil an ihnen mehr Fleisch dran ist als an anderen Wachteln. Diese Wachtelart hat eine elegante und stolze Ausstrahlung, sodass viele sie einfach nur beobachten wollen. Sie stellt keine hohen Ansprüche und braucht nicht allzu viel Platz. Sechs Wachtel können auf einem Quadratmeter stehen. Die Farben variieren wie folgt:

– Hellschecke
– Dunkelschecke
– Silber
– Wildfarben
– Tenebrosus
– Blauschecken
– Weiß
– Gold
– Zimt
– Goldsprenkel
– Isabell

Täglich werden bis zu zwei Eiern gelegt. Wie viele Eier aber tatsächlich gelegt werden, sind von bestimmten Faktoren abhängig. Die Haltungsbedingungen müssen optimal sein. Die Wachteln sollten ihr eigenes Gehege haben, das genügend Platz aufweist, damit sich die Mini-Hühner wohl fühlen können. Eine zusätzliche Beleuchtung sorgt für Wärme. Auch die Ernährung ist nicht unwichtig. Die Nahrung sollte vitamin – und nährstoffreich sein, da die Eierschalen stabil bleiben. Das Alter der Minihühner ist für die Haltung ebenso wichtig. Nach den ersten acht Wochen kann man vielleicht schon de ersten Eier im Nest sehen. Wenn Du die Wachteln nur halten willst, um den Eierkonsum zu steigern, solltest Du regelmäßig Jungtiere kaufen. Es würde sich lohnen, wenn Du von Anfang an einen großen Bestand holen würdest. Mit dem Alter nimmt das Eierlegen hat.

Virginia Baumwachtel:

Bei der Virginia Baumwachtel handelt es sich um einen amerikanischen Hühnervogel, der aus der Familie der Zahnwachteln kommt. Sie ist wohl am meisten verbreitet und hat zig Unterarten. Mittlerweile gilt sie sogar als einer der wichtigsten nordamerikanischen Federwildarten.. Weil sie im US-Bundesstatt Tennessee gerne gejagt wird, wird sie oft auch als „Spiel-Vogel“ bezeichnet. Diese besondere Wachtelart wird jedoch auch gerne in Volieren gehalten, weil sie aufgrund ihres Gefieders sehr hübsch zum Ansehen ist. Ihre Höhe beträgt 27 Zentimeter mit einer Flügelbreite von 41 Zentimetern. Sie kann bis zu 200 Gramm schwer werden. Meist ist sie braun gesprenkelt mit einer hellen Unterseite. Die Männchen sind wie bei den meisten Vögel bunter als die Weibchen. Die Männchen haben außerdem einen weißen Kehlfleck und Überaugenstreif. Die Weibchen dagegen besitzen diese Merkmale im beigefarbenen Ton. Die Montezumawachtel ähnelt ihr, lebt jedoch überwiegend in Texas.

Die Virginia Baumwachtel wurde aber noch an vielen anderen Orten wie zum Beispiel auf den Bahamas, auf einigen Inseln der Karibik und in Neuseeland angesiedelt. Auch Süd- und Mitteleuropa hat Interesse an dieser Wachtel gezeigt, sowie auch die Britischen Inseln. Man findet sie aber auch In Kanada, am Golf von Mexiko, an der Atlantikküste, in den Rocky Mountains, Washington, Oregon und Kalifornien an. In Kroatien und Frankreich konnte sich die Art selbst erhalten. Generell leben diese Mini-Hühner in buschreichen Wiesen und Wäldern. An Waldrändern wird hauptsächlich gebrütet. Während der Brutzeit sind sie Einzelgänger, ansonsten leben sie in kleinen Schwärmen bis zu 30 Tieren. Die Brutzeit dauert etwas 23 Tage. Danach legt das Weibchen bis zu 16 Eiern. Die Schwungfedern der Küken wachsen sehr schnell. Nach zwei Wochen können sie sogar schon fliegen. Sie ernähren sich von Pflanzenbeeren und Samen, von Schnecken, Kartoffelkäfern und Grashüpfern. Von der Baumwachtel gibt es 21 Unterarten, die in eine östliche Gruppe, eine Grayson Gruppe, eine schwarzbrüstigen Gruppe und eine maskierte Gruppe geteilt werden.

 

Östliche Gruppe:

– C.v.virginianus
– C.v.texanus
– C.v.taylori
– C.v.mexicanus
– C.v.marilandicus
– C.v.maculatus
– C.v.aridus
– C.v.insulanus
– C.v.floridanus
– C.v.cubanensis

Grayson Gruppe:

– C.v.nigripectus
– C.v.graysoni

Schwarzbrüstige Gruppe:

– C.v.thayeri
– C.v.godmani
– C.v.pectoralis
– C.v.minor

Maskierte Gruppe:

– C.v.salvini
– C.v.atriceps
– C.v.ridgwayi
– C.v.coyolcos
– C.v.insignis
– C.v.harrisoni

Zwergwachtel:

Die Zwergwachtel wird auch „Chinesische Zwergwachtel“ genannt. Sie sind die kleinsten Hühnervögel mit einer Körperhöhe von 14 Zentimetern. Daher wiegen sie auch nur maximal 70 Gramm. Diese Mini-Hühner zeigen einen Geschlechtsdimorphismus. Die Wachtelhähne bei der Nominat-Form haben einen braunen Nacken und Scheitel mit einer schwarzen Bänderung. Hals und Kopfseiten sind gräulich mit weißen Streifen. Die Hennen sind meist hellbraun mit einer weißen Kehle. Das Obergefieder ist meist sandfarben mit einer isabellrötlichen Unterseite. Sowohl Hähne als auch Hennen haben schwarze Schnäbel, orangegelbe Beine und eine karminrote Iris. Meist werden die Zwergwachteln als Ziervögel gehalten und so oft gekreuzt bis die schönsten Farb-Mutanten entstehen von geperlt, bis silbrig, rehbraun oder isabell. Sie sind auf dem indischen Subkontinent verbreitet, sowie auch in Thailand, Taiwan, Myanmar, China, Nikobaren, Borneo, Java, Philippinen, Timor, Sumatra, Flores, Lombok, Australien und Neuguinea. Wie man sehen kann hauptsächlich auf dem asiatischen Kontinenten. Generell bewohnen sie feuchte Gräser auf Gebirgen und Ebenen. Sie wandern während den Regenzeiten und beginnen ihre Brutzeit in Nigeria. Wenn die Jungvögel aber flügge sind, kehren sie schnell wieder in ihre Heimat zurück.

Es handelt sich um monogame Vögel, sodass sie ihr ganzes Leben mit demselben Partner zusammenbleiben. Während das Männchen das Nest vor Gefahren beschützt, brütet das Weibchen die Eier aus. Traditionell wurden die Zwerghühner in China zur Winterzeit in den Rocktaschen getragen, damit die Menschen sich an ihnen die Hände wärmen konnten. 1794 wurden die ersten ihrer Arten nach Europa gebracht.

Mastwachtel:

Wachteln werden auch nach ihren Linien bezeichnet, die es in leicht, mittel und schwer gibt. Die Mastwachteln gehören also zu der schweren Sorte, so wie es der Name auch vermuten lässt. Die Hennen legen alle 20 stunden ein Ei. Bis zu 500 Gramm können die Mini-Hühner erreichen. Bereits nach sieben Wochen Aufzucht haben sie das höchste Gewicht erreicht. Mastwachteln können zwischen acht und zehn Jahren alt werden. Die Eier sind gesprenkelt. Wenn Du Mastwachteln halten willst, brauchst Du ein großes Gehege im Vergleich zu den anderen Wachtelarten. Die häufigsten Farbschläge, die hier anzutreffen sind, können isabell, schwarzsprenklig, goldsprenklig und wildfarben sein. Mittlerweile gibt es die Art aber auch in:

– Tenobrosus
– Weiß
– Weiße Schecken
– Tenobrosus Schecken
– Zimt
– Silbrig
– Blau
– Sparkley
– Graufeen
– Perlfeen

Weibchen und Männchen können mit dem Kloakentest voneinander unterschieden werden. Hierzu werden die Wachteln auf den Rücken gedreht und Die Federn müssen zur Seite geschoben werden. Die Hähne haben eine sehr ausgeprägte erdnussgroße Vorstülpung, die die Weibchen kaum aufweisen.