Die Unterschiede in der Wachtelhaltung

Wachtelstall, Vor-und Nachteile der Stallhaltung

Welche Voraussetzungen sollte ein Wachtelstall erfüllen?

Bei der Stallhaltung von Wachteln muss ein geschlossener Raum für die Tiere geschaffen werden. Die Mindestgrösse für einen Wachtelstall sollte MEINER MEINUNG nach mindestens 1m² pro 5 Wachteln betragen. Grösser ist natürlich immer besser.

Die Stallhaltung von Wachteln gestaltet sich relativ einfach. Es gibt jedoch einiges an Zubehör, das in jedem Wachtelstall vorhanden sein sollte. Beispielsweise ist ein Sandbad in einer Ecke des Stalls sehr Sinnvoll. Denn hier können sich die Tiere zum Beispiel von lästigen Milben befreien. Zudem picken Wachteln gerne die kleinen Sandkörner auf, was sich Verdauungsfördernd auf die Tiere auswirkt. Zudem ist auch ein erhöhter Platz für das Trinkgefäß der Tiere eine sinnvolle Ergänzung. Denn wenn das Gefäß direkt auf dem Boden steht, kann schnell die Einlage des Wachtelstalls in das Wasser kommen, wodurch es schnell schlecht wird. Wichtig ist außerdem ein Rückzugsort für die kleinen Vögel, der am besten mit vielen zweigen und Ästen ausgestattet sein sollte. Diesen Ort wählen die Wachteln auch gerne zu ablegen ihrer Eier.

Vorteile der Stallhaltung

Der wichtigste Vorteil, den die Stallhaltung bietet, liegt klar auf der Hand. Denn wenn man seine Wachteln in einem Stall hält, sind sie sicher vor übertragbaren Krankheiten wie zum Beispiel der Vogelgrippe.

Zudem kann man sehr genau überwachen, was die Tiere Fressen. Das ist natürlich Vorteilhaft, um für Wachteln ungünstige Nahrung auszuschließen.

Außerdem sind die Wachteln während der Stallhaltung gegen jegliche Witterung geschützt. Denn im Wachtelstall können kalte Temperaturen oder Unwetter den Wachteln nichts anhaben. Zudem sind die Tiere auf vor Fressfeinden wie Füchsen, Mardern oder Greifvölgeln geschützt.

Vorteile der Stallhaltung:

  • Schutz vor übertragbaren Erkrankungen
  • Genaue Überwachung des Futters
  • Schutz gegen jegliche Witterung
  • Schutz vor Fressfeinden

Nachteile der Stallhaltung

Neben den vielen Vorteilen der Stallhaltung von Wachteln, gibt es natürlich auch eine Nachteile, die erwähnt werden sollten. Zum einen neigen Tiere, welche die Freilandhaltung gewöhnt sind, während der Stallhaltung zu einer verminderten Legefähigkeit. Weiterhin kann man natürlich davon ausgehen, dass der begrenzte Platz, den die Tiere zur Verfügung haben, negativen Einfluss auf ihr Gemüt haben könnte. Denn das Tier ist im Wachtelstall natürlich in seiner natürlichen Verhaltensweise eingeschränkt

Auch was die Hygienie angeht, kann die Stallhaltung in der Regel nicht mit der Freihaltung mithalten.

Auch was die Qualität der Eier angeht, muss man leider davon ausgehen, das Tiere in Freilandhaltung hochwertigere Eier legen. Das liegt natürlich an verschiedenen Faktoren. Zum einen spielt der Platz natürlich eine Rolle.Zum anderen haben auch die Inhaltsstoffe der Nahrung einen Anteil daran. So nehmen Tiere zum Beispiel Vitamin B12 über das Fressen von grünen Pflanzen auf. Das geschieht allerdings nur, so lange die Pflanze in der Natur wächst. Denn Vitamin B12 ist nicht in der Pflanze, sondern auf den Blättern und gelangt durch gewisse Mikroorganismen dort hin. Tieren in Stallhaltung wird in der Regel künstliches Vitamin B12 über die Nahrung zugeführt. Wenn man davon ausgeht, dass die Qualität der Nahrung auch die Qualität der Eier bestimmt, ist das natürlich eher ungünstig.

Nachteile der Stallhaltung

  • Möglicherweise verminderte Legefähigkeit der Tiere
  • Nachteile im Bereich der Hygiene
  • Möglicherweise verminderte Qualität der Eier

Unterschied zwischen Käfighaltung und Volierenhaltung

Bei der Käfighaltung werden die Wachteln, wie es der Name schon sagt, in einem Käfig gehalten und entspricht der Bodenhaltung. Die Volierenhaltung entspricht ebenfalls der Bodenhaltung, mit dem Unterschied, dass die Käfige dabei auf mehrere Ebenen aufgeteilt sind. Dabei dürfen die Voliere maximal vier übereinanderliegende Ebenen haben.

Wachtel Käfig

Welche Voraussetzungen muss ein Wachtel Käfig erfüllen?
Wachteln in einem Käfig zu halten, ist nicht schwer. Einige Voraussetzungen muss die Unterbringung allerdings erfüllen, um den Tieren und dem Halter gerecht zu werden. Dazu muss zunächst eine passende Größe gewählt werden. Wachteln sind vergleichsweise anspruchslos, 20 Wachteln pro Quadratmeter sind daher theoretisch möglich. Ein geringerer Besatz ist allerdings vorteilhaft, da die Tiere auf diese Weise weniger Stress ausgesetzt sind. Außerdem birgt eine zu hohe Besatzdichte die Gefahr von Krankheiten. Die Höhe des Käfigs sollte 50 Zentimeter nicht überschreiten. In jedem Fall muss der Käfig dabei so gestaltet sein, dass er problemlos gereinigt und geöffnet werden kann. Das ist wichtig, um die Eier rechtzeitig aufzusammeln. Legewachteln bringen es zu einer Leistung von fast einem Ei täglich. Anders als große Legehühner ziehen sich die Hennen dabei jedoch nicht immer ins Nest zurück. In der Folge liegen die Wachteleier überall im Käfig verstreut. Um ein Verschmutzen der Eier zu verhindern, kann der Boden leicht abschüssig gebaut werden. So rollen die Eier automatisch in ein passendes Reservoir. Die Konstruktion des Bodens erlaubt ansonsten zwei grundsätzliche Möglichkeiten. Ein Gitter verschmutzt nicht, da der Kot sofort nach unten durchfällt. Das ist sinnvoll, wenn der Arbeitseinsatz so minimal wie möglich ausfallen soll. Die zweite Variante ist ein geschlossener Boden mit Einstreu. Dieser muss dann allerdings regelmäßig gereinigt werden. Die Seitenwände können zunächst aus Draht gefertigt sein. Ein Schutz vor Wind und Wetter von oben und an mindestens zwei Seiten sollte aber vorhanden sein. Ist dies nicht der Fall, können alternativ kleine Schutzhäuschen hineingestellt werden. Diese Rückzugsorte sind ohnehin für eine artgerechte Haltung zu empfehlen. Ebenfalls benötigt wird ein Sandbad, in dem sich die Tiere reinigen können. Wichtig ist, dass der Käfig sicher vor Mardern und anderen Raubtieren ist. Zu empfehlen sind dafür quadratische Drahtgitter mit einer Maschenweite von höchstens 15 Millimetern.

Vorteile der Käfighaltung

Zu den Vorteilen der Käfighaltung gehört die Einfachheit der Methode. Viele Wachteln können auf wenig Raum sehr effizient gehalten werden. Der Schutz vor Raubtieren ist vergleichsweise einfach zu realisieren, da das verwendete Baumaterial nur ausreichend stabil sein muss. Das Absammeln der Eier gelingt schnell und unkompliziert, das Ausmisten dauert nicht lange, bei Gitterböden entfällt es fast vollständig. Auch der Preis für einen Wachtel Käfig ist gering. Der Kontakt mit Wildtieren ist minimal oder kann sogar gänzlich vermieden werden. Dadurch besteht kaum eine Gefahr, dass sich die Wachtelpopulation mit Erregern infiziert.

Nachteile der Käfighaltung

Der größte Nachteil der Käfighaltung ist, dass die Tiere nicht vollständig artgerecht gehalten werden können. Es fehlen ein Auslauf und Möglichkeiten zu fliegen. Ohne Außengehege können die Tiere zudem keine Nahrung selbst suchen, alles muss zugefüttert werden. Ohne frisches Grün nimmt die Qualität der Eier ab, dies kann jedoch in Form von Keimsprossen gereicht werden.

Wachtelvoliere

Was ist eine Wachtelvoliere?

Die Wachtelvoliere bezeichnet einen großen Käfig für Wachteln, welcher größtmöglichen Raum für den freien Flug bietet. Die Volierenhaltung stellt die artgerechteste Wachtelhaltung dar. Diese Konstrukte können sehr verschieden errichtet werden, ganz nach Belieben des Wachtelhalters. Es gibt sie fertig als Bausatz zu kaufen, sie können jedoch auch selbst konstruiert und gebaut werden. Dabei sollte das Hauptaugenmerk auf der Platzwahl liegen. Dieser muss frei von Zugluft und Nässe sein. Die Mindesthöhe für eine Wachtelvoliere sollte zwei Meter nicht unterschreiten. Büsche, Wurzeln und andere Naturmaterialien dienen den Tieren innerhalb des Gebäudes als Unterschlupf. Besonders Wachteln sind auf ausreichend schattige Plätze zum Verstecken angewiesen. Sie nutzen auch gerne höher gelegene Bereiche, um von dort Ausschau zu halten. Wichtig für die Einrichtung ist auch eine Sandstelle, die von allen Wachteln benötigt wird. Eine Wachtelvoliere kann ganz nach individuellen Wünschen gestaltet werden, auch Grasflächen sind denkbar. Idealerweise wird die Voliere mit mindestens einer Teilüberdachung errichtet, damit die Tiere bei ungünstigen Witterungsverhältnissen wie Regen oder Hitze die Möglichkeit haben, Schutz zu finden. Auf diese Weise können Wachteln ganzjährig in einer Außenvoliere gehalten werden. Allerdings legen die Tiere unter diesen Umständen bis zum Frühjahr keine Eier. Natürlich ist es auch möglich, eine komplett geschlossene Voliere zu bauen, die dann an allen Seiten vergittert ist. Oben befindet sich dann eine wetterfeste Abdeckung. Auf diese Weise ist auch für ausreichend Frischluft und Tageslicht gesorgt, und Raubtiere können so nicht eindringen. Hierbei ist ebenfalls zu beachten, dass die Mindestanforderungen für die Volierenhaltung laut Tierschutzgesetz eingehalten werden.

Vorteile der Volierenhaltung

Ein besonderes Merkmal der Volierenhaltung stellt die freie Verfügung über die sogenannte dritte Dimension dar. Das bedeutet, dass die Tiere fliegend alle Bereiche der Voliere erreichen können. Die Wachteln können ihre Aktivitäten auf diese Weise auf unterschiedliche Areale der Voliere aufteilen. Somit gibt es einen Bereich für die Nahrungsaufnahme, eine Wasserstelle und einen Ruhebereich. Die Vorteile der Volierenhaltung liegen klar auf der Hand. Die Tiere können einander ausweichen, und die einzelnen Zonen können optimal voneinander getrennt werden. Durch den Einsatz von sogenannten Kotbändern wird das Klima verbessert. Weiterhin können mehr Wachteln auf der Grundfläche gehalten werden als es bei einem herkömmlichen Stall der Fall ist. Dadurch entfallen hohe Gebäude- und Heizkosten.

Nachteile der Volierenhaltung

Allerdings gibt es bei der Volierenhaltung auch einige Nachteile. So werden grundsätzlich mehr Einrichtungselemente erforderlich, was schnell die Kosten steigen läßt. Auch sind die Möglichkeiten für den Eigenbau eher beschränkt. Der Aufwand für die Wartung ist relativ hoch, was sich insbesondere bei der Reinigung zeigt. Weiterhin muss die Klimatisierung der Anlage ohne Ausfälle gewährleistet sein, wobei sich sämtliche Einrichtungsgegenstände als hinderlich erweisen können. Insgesamt ist die Wachtelvoliere etwas unübersichtlich, somit wird die regelmäßige Kontrolle der Tiere erschwert.