Wie viele Wachteln sollte man halten

Eine frage die ich eigentlich von jedem Einsteiger gestellt bekomme ist, wie viele Wachteln sollte man halten.Eigentlich einfach zu beantworten ! So viele wie es der Platz und das eigene Arrangement zulassen.

Wachteln brauchen die Gruppe um sich wohl zu fühlen. Es ist also nicht möglich Wachteln alleine oder als Paar zu halten (mit Ausnahme der Zwergwachteln) .

Ich sehe Gruppen von 3-4 Tieren als das absolute Minimum an wobei dabei noch die Einschränkung gilt das ich keinen Hahn bei 2 Hennen setzen würde. Der Hahn würde die beiden Hennen permanent drangsalieren und die Hennen kämen nie zur Ruhe . Bei 3-4 Hennen pro Hahn verteilt sich das Interesse des Wachtelhahns und sie können sich eher mal eine Auszeit gönnen.

Optimal hat sich bei mir 4 Hennen zu einem Hahn herausgestellt.

WICHTIG !

Sie sollten nicht den Fehler machen und bei einer größeren Gruppe diese Zusammensetzung hoch skalieren. Ich würde nicht zu 8 Hennen 2 Hähne halten oder gar zu 40 Hennen 10 Hähne.

In meinem Hauptstall halte ich bei ca.30 Hennen 3-4 Hähne. Natürlich habe ich bei dieser Zusammensetzung keine optimale Befruchtungsrate aber ich habe Ruhe und Frieden im Stall. Die Hähne können sich aus dem Weg gehen und es kommt kein Neid auf. Die Hennen haben Ihre „Anführer“ und verhalten sich ruhig. Ein bisschen Fingerspitzen Gefühl und eigene Erfahrung ist da angesagt.

Wie viele Wachteln pro Quadratmeter sollte man halten

Auch hier habe ich eine klare Vorstellung die jedoch dem Gesetzlich erlaubten widerspricht. Immer wieder lese ich von 25 oder 60 oder gar 90 Wachteln die auf einem Quadratmeter gehalten werden dürfen. In der Massentierhaltung wir wahrscheinlich tatsächlich irgendwo in diesem Bereich die Haltungsgrenze für Käfighaltung liegen. Bei vernünftigen mitfühlenden Menschen ist das jedoch nicht vorstellbar.

Ich bin zwar auch keiner der für seine 4 Wachteln gleich ein 20m² Außengehege baut aber ich denke das ich einen vertretbaren Mittelweg zwischen Artgerecht und Nutzen beschreite.

Ich halte ca.5 Wachteln pro m² ! Weniger wäre besser aber an dieser Größenordnung orientiere ich mich.

Wichtig ist mir das ich sehr darauf achte das es in meinen Ställen sehr viele Rückzugsorte oder Verstecke für meine Wachten gibt.

Wachtelhaltung im eigenen Garten

Wachteln im eigenen Garten zu halten hat viele Vorteile. Denn neben der Tatsache, dass es sich hierbei um interessante und vor allem auch gesellige Tiere handelt, liefern sie auch täglich frische Eier. Gerade wenn auch Kinder im Haushalt leben, ist es schön zu beobachten, wie sie sich über die kleinen Tiere freuen. Wachteln kuscheln sich aneinander, picken und baden auch zusammen im Sand. Gerade für Gartenbesitzer, die nicht all zu viel Platz haben, eignen sie sich. Denn im Gegensatz zum Beispiel zu Zwerghühnern brauchen sie weniger Platz. Wachteln legen nahezu täglich Eier, die sehr lecker sind. Des Weiteren sehen sie auch hübsch aus und haben ein interessantes Wesen.

Grundsätzlich ist die Haltung von Wachteln im eigenen Garten recht einfach und auch kostengünstig. Und wenn die Grundausstattung (Stall, Futterspender usw..) gekauft wurde, entstehen keinen weiteren hohen Kosten mehr. Wichtig ist jedoch, dass den Tieren ausreichend Platz zur Verfügung gestellt wird, damit eine möglichst artgerechte Haltung entsteht. Einmal pro Woche sollte der Stall ausgemistet und das Streu ausgewechselt werden. Natürlich wird ihnen täglich frisches Wasser und Futter zur Verfügung gestellt.

Auslauf auf der Wiese

Wachteln sollten niemals nur in einem geschlossenen Stall gehalten werden. So sollte man ihnen einen Auslauf zur Verfügung stellen, in dem sie sich frei bewegen können. Hier können nach Belieben herumlaufen, fressen und sich an der frischen Luft ausruhen. Im Stall sollten Holzspäne als Einstreu und zusätzlich auch Heu als Nistmaterial ausgelegt werden. Für das Freigehege eignen sich hingegen Rindenhäcksel von der Kiefer und der Lärche ideal. Wachteln lieben es sich zu verstecken, daher sollten ihnen hierfür ausreichend Möglichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Möglich sind Körbe, Nadelbaumzweige oder auch umgedrehte Töpfe. Vorteilhaft ist auch, dass Wachteln gerne Ungeziefer fressen, sodass diese sich erst gar nicht vermehren können.

Nutztiere, die durchaus zahm werden können

Grundsätzlich handelt es sich bei Wachteln um Nutztiere. Wenn man sich jedoch viel mit ihnen beschäftigt, ist es möglich, sie zu zähmen. So können die Kinder sie streicheln und sie aus der Hand füttern. Wie bereits erwähnt, kann bei einer artgerechten Haltung täglich auch regelmäßig mit frischen Eiern gerechnet werden. Im Winter legen sie jedoch zumeist ein Legepause ein.

Welche Nahrung benötigen Wachteln?

Den Tieren sollte zu jeder Zeit Zugang zu einem Wasser- und einem Futterspender gewährt werden. Diese können in diversen Fachgeschäften und auch im Internet erworben werden. Das Hauptfutter sollte aus Pellets und verschiedenen Körnermischungen bestehen. Dieses kann wiederum in Zoofachgeschäften vor Ort und auch im Internet gekauft werden. Aber auch frischer Salat aus dem eigenen Garten, diverse Kräuter, Gurken, Reis, Nudeln, Ameisen, Mehlwürmer und Melonen werden gerne gefressen.

Wachteleier sind sehr lecker und gesund

Wachteleier sind sehr gesund und vor allem auch lecker. Um diese ideal schälen zu können, kann im Internet eine spezielle Wachteleierschere erworben werden. Die Eier können zu unterschiedlichsten Gerichten gegessen werden. Der Klassiker ist sicherlich das Spiegelei, dass mit Salz, Pfeffer und etwas Schnittlauch gewürzt wird. Da Wachteleier etwas kleiner sind als Hühnereier, werden hierfür allerdings mehrere benötigt.

Wachteln halten

Wachteln können bei guter Haltung ein Alter von drei bis vier Jahren erreichen, wirklich sehr alt sind sechs Jahre. Wachteln zu halten ist recht einfach. Die Tiere können im Garten oder im Stall gehalten werden. Volieren, Gatter oder Ställe sind geeignete Heime für die Wachteln, die als Ziervogel oder Nutztiere dienen können. Nicht zu unterschätzen ist aber der Zeitaufwand für Pflege und Fütterung der Hühner.

Das Alter von Wachteln hängt stark von deren Haltung ab. Je artgerechter die Wachtel gehalten wird, desto älter wird sie. Eine Zwergwachtel kann bei einem Hobbyzüchter bis zu sechs Jahren alt werden. Eine Mastwachtel lebt im Durchschnitt nicht nur wegen der Schlachtung etwas kürzer. Herz und Organe sind nicht auf ein langes Leben ausgelegt.

Anders als bei Hühnern, ist die Lautstärke von Wachtelrufen etwas angenehmer, aber die Hähne sind manchmal recht laut. Dennoch kann man nicht sagen, dass jeder Hahn das Bedürfnis laut zu sein und mit zunehmendem Alter werden auch die männlichen Wachteln ruhiger. Im Gegensatz zum Wachtelhahn machen die Wachteln nur piepsende Geräusche, die nicht bis über den Gartenzaun hörbar sind. Das ist akzeptabel für ein Wohngebiet, in dem man Wachteln halten will. Besonders junge Wachteln krähen ab und zu und sind laut, deshalb sollte die Haltung unbedingt mit den Nachbarn abgesprochen werden. Wachteln sind Tiere, die ihre Artgenossen brauchen, um zufrieden und artgerecht gehalten werden zu können. Deshalb sollten Wachteln nie alleine gehalten werden. Eine Gruppe von sechs Wachteln sollte es mindestens sein.

Bevor man Wachteln halten kann, sollte man sich über einige Dinge im Klaren sein: Es macht einen Unterschied, ob man Wachteln als Ziervogel oder Nutzvogel halten möchte. Daneben ist es auch wichtig, genau zu wissen, wie viel Platz für die Haltung von Wachteln vorhanden ist. Ein Stall oder ein Garten, in dem sich eine Voliere bauen lässt sollte vorhanden sein. Käfighaltung ist vor allem für Züchter interessant und die kostengünstigste Variante. Auf einem Quadratmeter Fläche sollten nicht mehr als sechs Wachteln gehalten werden. Zwar ist die Wachtelhaltung im Haus möglich, aber nicht zu empfehlen, da sehr viel Staub und vor allem starker Geruch auf die Bewohner zukommen kann. Auch für die Tiere selbst ist eine Haltung im Freien sehr viel angenehmer.

Der Auslauf für die Wachteln sollte mit einem Unterschlupf ausgestattet sein. Ein wasserdichtes Dach mit Gefälle, ist sehr wichtig und es ist darauf zu achten, dass die Stallung ganzjährig trocken ist. Der Standort des Geheges sollte vor Zugluft geschützt sein, damit die Wachteln nicht krank werden. Sie sind besonders empfindlich gegen Zugluft. Der Draht für die Voliere sollte eine Maschenweite von höchstens 12, 5 Millimetern haben, damit keine fremden Tiere in das Gehege eindringen, die den Wachteln schaden könnten. Beim Freigehege sollte auf jeden Fall ein Netz über das Gehege gespannt sein. Wachteln können fliegen und machen gerne einmal einen Ausflug.

Neben einem gut gebauten Gehege, ist auch die Ausstattung des Wachtel-Auslaufs wichtig. Sand sollte auf jeden Fall vorhanden sein, damit die Wachteln ausreichend auf dem Boden scharren können und ihr Gefieder in einem Sandbad ausgiebig pflegen können. Als Einstreu eignen sich Kleintierstreu oder auch Strohpellets.

Spezielle Tränken und Futterautomaten für die Wachtelvoliere helfen, um die hygienischen Bedingungen zu gewährleisten. Futterautomaten werden erhöht aufgestellt, damit sich das Futter nicht mit Sand oder anderem Dreck vermischt.

Äste und erhöhte Plattformen in der Voliere helfen den Wachteln, einen Überblick zu bekommen. Wachteln beobachten gerne und lieben erhöhte Plätze. Auf Tannenzweigen werden bevorzugt Eier gelegt.

Die Wachtel gesund halten

Eine gesunde Wachtel ist aktiv und pickt und scharrt auf dem Boden und piepst leise. Das Federkleid und der Schnabel sind glänzend. Klare Augen und trockene Nasenlöcher sind ein Indiz dafür, dass die Wachtel gesund ist. Wachteln fressen und trinken den ganzen Tag über.

In der Regel mausern Wachteln zweimal pro Jahr, wenn es sich um einen unbeheizten Stall handelt und die Tiere im Kreislauf und im Einklang mit der Natur leben. Die Mauser findet im April und Oktober statt, der genaue Zeitpunkt variiert je nach Haltungsart und den wetterlichen Bedingungen. Zu beachten ist, dass die Wachteln in diesem Zeitraum nur sehr wenige bis gar keine Eier legen, da die Mauser sehr viel Kraft kostet. Wenn man Wachteln halten möchte, sollte man ihnen diese „Auszeit“ gönnen.

Ob Wachteln eine regelmäßige Impfung brauchen, um sie vor den üblichen Krankheiten zu schützen, darüber scheiden sich die Geister. Generell ist es eher schwierig für einen Privathalter, seine Wachteln impfen zu lassen, da der Impfstoff immer in großen Mengen abgenommen werden muss. Auch die Menge der Impfung mit dem Impfstoff ist bei Wachtelküken nicht genau geklärt. Die Mengen sind auf Hühnerküken ausgelegt. Die richtige Menge kann nur ein Tierarzt bestimmen, der Erfahrung mit Wachteln hat. Es besteht auf jeden Fall keine gesetzliche Impfpflicht, aber auf einigen Ausstellungen werden Impfungen verlangt. Hierüber sollte man sich pro Ausstellung gesondert informieren.

Wachtelhaltung im Winter

Die Wachtelhaltung im Winter darf bei den Vorüberlegungen zur Anschaffung von Wachteln nicht außer Acht gelassen werden. Hier sind in kalten Wintern einige Vorkehrungen zu treffen, damit die Vögel . Wachteln halten Temperaturen von bis zu -10 Grad im Winter ohne große Probleme aus, solange sie gesund sind und die Ernährung stimmt. Es sollte jedoch besonders darauf geachtet werden, dass die Vögel nicht der Zugluft ausgesetzt sind. Geschützte Stellen, Häuschen oder Verstecke sind ein Muss, nicht nur im Winter.

Für Nächte unter -10 Grad sind besondere Maßnahmen zu treffen, da Wachteln mit diesen Temperaturen nicht gut umgehen können. Ein isoliertes Häuschen, in dem alle Wachteln gut Platz finden können, ist hier eine gute Idee. Die Hütte sollte zwei Eingänge bieten, damit die Tiere ins einen freien Weg von Drinnen nach Draußen und anders herum haben. Infrarotlampen können helfen, Wärme zu erzeugen, wenn es wirklich kalt wird (unter -15 Grad). Ein Thermometer hilft, die Temperatur zu überwachen. Die bessere Alternative ist ein Stall, in dem die Wachteln überwintern können, wenn die Temperaturen zu kalt sind.

Nicht zu vergessen bei der Wachtelhaltung im Winter, ist auch, dass immer frisches Wasser für die Wachteln bereit steht. Hierzu ist es sinnvoll, die Tränke mehrmals täglich zu prüfen und gegebenenfalls aufzutauen. Eine Alternative hierzu sind elektrische Tränkenwärmer, die es in verschiedenen Größen und Leistungsstufen gibt und deren Energieverbrauch eher gering ist, sodass sie die Kosten der Wachtelhaltung nicht in die Höhe treiben.

Zu beachten ist, dass Wachteln im Winter eine Legepause machen. Das sollte ihnen auch gegönnt werden, um sich zu regenerieren. Wer nicht auf die Eier verzichten möchte, der kann auf künstliche Lichtquellen zurückgreifen, die die Wachteln zum Legen animieren.

Wachteln züchten

Am einfachsten ist es, wenn Hennen und Hähne vergesellschaftet werden. Ein Wachtelhahn auf drei bis sieben Hennen ist hier ideal. Zu viele Hennen für einen Hahn senkt die Befruchtungsrate der Eier. Das Alter des Hahnes spielt bei der Befruchtung ebenfalls eine Rolle. Ganz wichtig ist auch, dass man keine Inzucht betreibt, das kann bei Wachteln zu Missbildungen führen, da sie sehr empfindlich auf die gleiche Blutlinie reagieren.

Man kann auch mehrere Hähne und Wachtelhennen zusammen halten, aber das führt oftmals zu Unruhe und Streitigkeiten im Gehege. Hier ist Geschick und Erfahrung gefragt, für Anfänger also nicht zu empfehlen.

Mit sechs bis acht Wochen sind die Wachtelhähne geschlechtsreif und im Alter von zehn Wochen ist ein Wachtelhahn für die Zucht einsetzbar. Ist der Hahn ein halbes Jahr alt, nimmt die Befruchtungsrate stark ab.

Auch das Eierlegen nimmt bei Wachteln mit zunehmendem Alter ab. Hennen sind zirka ein bis zwei Jahre aufnahmefähig. Wachteln brüten in der Regel selbst, sie brauchen hierfür aber sehr viel Ruhe, sodass sogar der Mensch störend wirken kann, wenn er füttert und mistet, deshalb ist es üblich, die Eier im Brüter auszubrüten. Die Brutzeit für die befruchteten Eier dauert etwa 16 bis 27 Tage. Die Eier brauchen eine Temperatur von 37 bis 38 Grad.

Wenn die Küken geschlüpft und vollständig getrocknet sind, kann der Brüter geöffnet werden. Die Küken sind etwa vier Zentimeter groß. Die jungen Wachteln werden nach dem Brüter am besten in einen Karton gegeben, der mit Einstreu bedeckt ist. Eine Wärmequelle sollte vorhanden sein. Bereits nach einem Tag können die kleinen Wachteln Futter aufnehmen. Nach fünf Wochen lebt die Wachtel eigenständig und ist nicht mehr auf fremde Hilfe (Eltern) angewiesen.

Wachteln schlachten

Beim Züchten von Wachteln lässt sich leider nicht steuern, wie viel Hähne und Hennen ausgebrütet werden. Werden die Wachteln künstlich ausgebrütet, ist es oft so, dass mehr Hähne auf die Welt kommen als Hennen. So werden die meisten Hähne im Alter von 7 bis 8 Wochen mit einem Schlachtgewicht von 340 Gramm geschlachtet. Eine andere Verwendung gibt es für sie nicht.

Wer Wachteln aus privater Haltung schlachten will, der benötigt einen Sachkundenachweis, der es erlaubt Wachteln aus eigener Haltung zu schlachten. Hierfür ist ein Lehrgang über ordnungsgemäßes Schlachten entsprechend § 4 der Tierschutz-Schlachtverordnung für Hausgeflügel. Es ist wichtig, dass die Schlachtung ordnungsgemäß durchgeführt wird, um den Tieren überflüssiges Leid zu ersparen. Der Betäubungsschlag muss richtig durchgeführt werden und das Beil muss scharf sein, damit alles klappt.

Bei der Schlachtung von Wachteln sollte man bedenken, dass das Fleisch unter bestimmten Umständen giftig sein kann. Wachteln ernähren sich auch von Pflanzen, die für den Menschen giftig sind. Vergiftungserscheinungen machen sich durch Muskelschmerzen bemerkbar, das kann zu einem akuten Nierenversagen führen. Allerdings ist die Gefahr bei der Haushaltung von Wachteln relativ gering.

Wachteln halten ist nicht schwer, ein bisschen Fingerspitzengefühl und die Liebe zu den Tieren sollte aber immer vorhanden sein, damit alles bestens gelingt.